…davon sind nicht nur die Schlechinger überzeugt, wenn sie über "ihren Streichen" sprechen.
Diese Meinung teilen die Pilger, deren Ziel seit vielen Jahrhunderten die Wallfahrtskirche St. Servatius auf dem Streichen ist, genauso wie Wanderer und Ausflügler, die rund 800 Meter hoch über dem Achental die einzigartige Aussicht auf Geigelstein und Kampenwand, Hochgern und die beeindruckende Bergkette des Wilden Kaisers genießen.
Der im Jahre 1435 als Widum erstmals erwähnte spätere Berggasthof Streichen gilt aufgrund seiner Nähe zur weit über das Achental berühmten Streichenkirche St. Servatius und seiner geografischen Lage sowohl historisch als auch kulturell und touristisch als Wahrzeichen Schlechings und der Region.
Seit 1940 bewirtete die Familie Strohmayer ihre Gäste im unterhalb der Streichenkirche gelegenen Berggasthof. Franz Strohmayer übernahm 1984 den Berggasthof von seinen Eltern und führte diesen bis zu seinem Tod im November 2020. Im Sommer 2021 konnten wir die Stiftung Kultur Erbe Bayern dazu gewinnen, diesen Kleinod in Partnerschaft mit uns zu erwerben.
Unsere gemeinsame Vision: diesen Ort, wo sich scheinbar Himmel und Erde berühren, auf Dauer als typisch bayerisches Gasthaus mit einer lebendigen Wirtshauskultur zu erhalten.
Streichen Wikipedia zur Zeittafel Pressestimmen
„Die Vision, die uns antreibt: eine lebendige und für unsere Region typischen Wirtshauskultur zu erhalten und damit einen nachhaltigen Beitrag zur touristischen Attraktivität des Achentals zu leisten“
– Thomas C. Wilde

„Unser Berggasthof möge Leuchtturm und Lokomotive für den Tourismus im eigenen Land sein. Gleichzeitig gilt es, den Lebensraum und seine Naturlandschaft für Einheimische und Reisende gleichermaßen zu bewahren“ – Thomas C. Wilde

Der Berggasthof benötigte eine behutsame, denkmalgerechte Instandsetzung.
Ökologische Aspekte galt es zu berücksichtigen, zum Beispiel hinsichtlich der energetischen Versorgung, genauso wie die Frage: Wie lassen sich Erbe und Erinnerung dieses Ortes und der Menschen, die den Gasthof über Jahrzehnte geführt haben, gemeinschaftsfördernd und sinnstiftend wieder aufleben? Dazu kamen statisch konstruktive Herausforderungen, die sich erst aus den Voruntersuchungen am Gebäude ergaben. Zu berücksichtigen waren auch die erheblich gestiegenen Anforderungen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Führung gastronomischer Betriebe. Sämtliche Untersuchungen und Planungsschritte wurden eng mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) abgestimmt. Letztendlich haben wir uns gemeinsam für eine Variante entschieden, die alle Voraussetzungen dafür schafft, dass die Menschen auch in 100 Jahren noch am Streichen zusammenkommen können.
„Der Streichen und die Einheimischen im Dorf: wir durften den Berggasthof behutsam sanieren und haben unsere Mitbürger stolz gemacht.“ – Yvonne Molek
Der historische vordere Wohnteil des Berggasthofs (ehemaliges Mesnerhaus) wurde denkmalpflegerisch restauriert und statisch ertüchtigt. Tenne und Stall, die sich an das Wohngebäude anschließen und in den 1950er-Jahren erheblich verändert bzw. neu errichtet wurden, sind umfassend umgebaut worden. Eine zusätzliche Gaststube und notwendige Personal- und Wirtschaftsräume erhielten dort ihren Platz. Die Fassade wurde dabei wieder historischen Vorlagen angepasst. Zudem wurde eine zukunftsfähige und ökologische Energieversorgung realisiert, für den der Berggasthof zur Eröffnung im Sommer 2026 mit dem bayerischen Bürgerenergiepreis ausgezeichnet wurde.
Pressemitteilung

„Mit dem gemeinschaftlichen Erwerb haben wir sichergestellt, dass dieses einzigartige Ensemble in der Tradition der Wirtefamilie Strohmayer und mit dem Bekenntnis zur Region Achental den kommenden Generationen unverfälscht erhalten und auf Dauer öffentlich zugänglich bleibt“
– Thomas C. Wilde
„Vielen Dank für Ihre großartigen Aktivitäten. Sie und Ihre Frau machen sich dadurch mehr als verdient um unsere Heimat, und für den STREICHEN sind Sie ein wahrer Glücksfall. Vergelt‘s Gott“
– Peter Ramsauer MdB
"Was kann es Schöneres geben, als zu Lebzeiten an einem Projekt
für kommenden Generationen aktiv mitgestalten zu dürfen?"
Thomas C. Wilde
"Thomas Wilde, Vorstand Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung, die Miteigentümer des Berggasthofs ist: „Unser Engagement für den Streichen ist durch die Bedeutung, die dieser Ort für die Gemeinde Schleching hat, motiviert. Meine Frau und ich haben hier seit 30 Jahren unser Zuhause gefunden, hier fühlen wir uns gut aufgehoben. Und wir wollen mit unserem Engagement diesem Ort etwas zurückgeben. Mit KULTUR ERBE BAYERN haben wir einen perfekten Partner gefunden, der unserer kleinen Familienstiftung dieses Engagement ermöglicht, ohne dass wir selbst aufwendige Organisationsstrukturen schaffen müssten.“
Dem Himmel der Bayern ganz nah – Hebauf am Berggasthof Streichen gefeiert
Kulturerbe Bayern, Juni 2025
Dem Himmel der Bayern ganz nah – Hebauf am Berggasthof Streichen gefeiert
Kulturerbe Bayern, Juni 2025
Hebfeier beim Berggasthof Streichen
Servus Achental, September 2025
Ein Berggasthof für die Ewigkeit
Merkur, Januar 2026
Schleching: Berggasthof Streichen wird restauriert
BR, Dezember 2025
„Spuren für kommende Generationen hinterlassen und einen kleinen Beitrag leisten, um Schleching durch bürgerschaftliches Engagement auch weiterhin einen Platz auf der touristischen Landkarte zu sichern: Wir wollten dazu beitragen, dass dieser besondere Höhenrücken mit Gasthof, der Kirche, seiner atemberaubenden Landschaft und den Wegen wieder als Ganzes erlebt werden kann. Mit unserem neuen Hutschn Steig haben wir zudem einen Wanderweg geschaffen, der Einheimische und Gäste schon unterwegs spüren lässt, was diesen Ort ausmacht. Der Streichen hat uns gefunden und wir sind dankbar für all die Unterstützung, die wir insbesondere auch von unseren Mitbürgern in den vergangenen fünf Jahren erfahren durften.“
Thomas Wilde, Vorstand der Yvonne & Thomas Wilde Familienstiftung